Hausregister

Ehemalige Bauerschaft Stevern

Lage der ehemaligen Höfe mit den entsprechenden Haus-Nummern

Lage der Höfe

 

Hullern - Nr. 1Heiman(n) / Heuman / Heyman / Heiming

Eintragungen in ausgewählten Schatzungsregistern / Steuerlisten des Fürstbistums Münster:

Vor 1379domum tor Hede (1)
1392Haus tor Hiede (2)
1436das Gut tor Heyde zu Hüllern (3)
1498/99Heydeman, Bernt
1534Heyman, Peter und
Heydemann, Johann
1557Hemynk, Johan (4)
1593van Heyden, Johan, vonende to Huleren,
Ehefrau Else Vysschers, Sohn Johan (5)
1644Hinning / 1630 Heyminck, 1 Mann, 1 Sohn, 1 Tochter
1664/65Henning
1972Heymnick pauper (halbe erbe)
1674Heymincks (wehme zuständig: Sandtfurth) (6)
1674Heiminck pauper
1677Heyminck pauper
1679Heiming wüest (wehme zustendig: Sandtfurt)
1680Heiminck wüst

Niehues (gt. Harz)

Schappacher

Verpachtung

 

Spätere Anschrift: Stever Nr. 1

alte Bauern-, Gast- und Gartenwirtschaft, "Kurhaus" (Bild um 1924)


Heutige Anschrift: Heimingshof (Restaurant), An der Stever 1
jetzt: An der Stever 7

Heimingshof

Quellen

(1) Hugo Kemkes, Gerhard Theuerkauf, Manfred Wolf, Die Lehnregister der Bischöfe von Münster bis 1379, Regensberg 1995, S. 167 [E 201]; Lehnbuch des Bischofs Florenz.
(2) Archiv Haus Nordkirchen, Urk. 100
(3) Archiv Nordkirchen, Urk. 312 (1436 Juni 14), Bd. 1, S. 140.
(4) Name in einer Kopie des Ehe- und Erbvertrages zwischen Thyer/Thier (Antrup/Hullern) und Bisping (Ksp. Lette) aus dem Jahre 1557.
(5) Stadtarchiv Haltern, B 1 fol. 11`.
(6) Werdener Lehen des Hauses Sandfort in Olfen, Bauerschaft Vinnum: Oberhof Ebdinghof oder Abdinghof (Ksp. Seppenrade); Hof Heimann war davon einer der 9 Unterhöfe (vgl. Gerhard Röper, Chronik Stadt Olfen, Lüdinghausen 1986, 151).

Postkarte Heimingshof

 

Hullern - Nr. 2Rademacher / Ra(de)macker

Eintragungen in ausgewählten Schatzungsregistern / Steuerlisten des Fürstbistums Münster:

1498Rademeker, Gert
1523Rademecker, Johan; Sohn Gerd (1)
1534Ramecken, Johann
1593Rhameckey (Rhammacher), Johann
(Eigenhöriger der Stadt Haltern)
und älteste Tochter Catharine
1644Ramacher / 1630 Rahmacker, 1 Mann, 1 Frau, 1 Schäfer
1672Rademaker (halbe erbe)
1674Rademacher (wehme zuständig: Haltern)
1679Ramacher, Rademacher miles
1680Rademacher

Schlautmann

Trogemann

 

Spätere Anschrift: Stever Nr. 2


Die Gebäude wurden nach 1962 abgebrochen

Hof Rademacher

Quellen

(1) Stadtarchiv Haltern, B 1 fol.3`, 7 ` bzw. Schaefer, P., Geschichte der Stadt Haltern, Haltern 1939, S. 230.

Henrich und Elisabeth Schlautmann

Henrich und Elisabeth Schlautmann

 

Hullern - Nr. 3Hageman(n) / Hagen

Eintragungen in ausgewählten Schatzungsregistern / Steuerlisten des Fürstbistums Münster:

Vor 1379domum tor Bruchten (Erbe)
1392Berndes Gut tor Brucgen; in der Teilung von 1436 nicht aufgeführt (1)
1408Hagemanns Erbe (2)
1468Hagen, Henricus (Register der Kirche / 1718 in Hullern)
1498/99Hagen (up der Steueren), Johan
1534tenn Hagenn, Johann
1630Wittib Hagen, 1 Frau, 1 Sohn, 1 Tochter
1644Hagenn
1644tenn Hagenn
1672Hagen (halbe erbe)
1674Haeg (wehme zuständig: Carthauss) (3)
1679Hagen (wehme zuständig: Wedderden)
1680Hagen

Beuckmann

Siemann (Aloys)

Spätere Anschrift: Stever Nr. 3 bzw. Borkenbergestr. 79


Aufgabe des Hofes im Jahre 1995. Teilabbruch, Scheune für eine gewisse Zeit Maschinendepot der Gelsenwasser AG, Abbruch im Jahre 2012.
Die hofeigene Kapelle aus dem Jahre 1897 ist erhalten geblieben.

Hof Hagemann 1938

Aufnahme um 1938

Quellen

(1) Hugo Kemkes, S. 231.
(2) Herzoglich Croysches Archiv, Dülmen: Archiv der Kart(h)aus Marienburg in Wedder(e)n, Sektion IV, g Nr. 136/137.
(3) Gründung der Kart(h)aus Wedder(e)n im Jahre 1476 (Gründungsurkunde vom 31.8.1476); sie gelangte durch Schenkung und Kauf allmählich zu ausgedehntem Besitz und großem Reichtum.

Frau Hagemann und Kinder 1917

Frau Hagemann und Kinder (Aufnahme um 1917)

Hagemanns Brücke über die Stever 1905

„Hagemanns Brücke“ über die Stever um 1905.
Im Hintergrund von links: die Höfe Hullermann und Hanke.

 

Hullern - Nr. 4Hanke

Eintragungen in ausgewählten Schatzungsregistern / Steuerlisten des Fürstbistums Münster:

1498/99Hanneken / Hanniken, Bernt (pauper)
1534Hannicke, Johann und Gerth Hannicken Bernt
1585Haneken Gut (1)
1644Hanneke / 1630 Hancke (Pferdekötter)
1672Haneken (Kotter)
1674Haneken (wehme zuständig: Meinhovel) (2)
1674Hatteke
1679Hannecke (wehme zuständig: Meinhoevel)
1680Haneken (Kotter)

Schlautmann, Karl

Spätere Anschrift: Stever Nr. 4


Die Gebäude wurden 1965/66 abgebrochen.
Die im Jahre 1914 errichtete Kapelle ist erhalten geblieben und steht unter Denkmalschutz.

Hof Hanke

Quellen

(1) Archiv Nordkirchen, Urk. 2042, 1585 Jan. 19, (Bd. 4, S. 65/66); Heinrich v. Münster zu Meinhovel erhält nach dem Tode des Domprobstes Bernhard v. Münster und der Cath. v. Münster zu Botzlar das Haneken Gut im Ksp. Hullern.
(2) Rittergut Meinhövel: Die Überreste der alten Wasserburg liegen auf dem Wege von Nordkirchen nach Ottmarsbocholt in der Bauerschaft Piekenbrock. Das Haus wurde 1694 an die Herrschaft Nordkirchen verkauft.

 

Hullern - Nr. 5Hullermann

Eintragungen in ausgewählten Schatzungsregistern / Steuerlisten des Fürstbistums Münster:

1498/99Hulderman, Arnt
1534Hullermann, Jacob
1644Hullerman / 1630 Wittib Hullerman, 1 Frau, 1 Sohn, 1 Schäfer
1644Hullermann
1672Hülleren pauper (halbe erbe)
1674Hullern (wehme zuständig: Nortkirchen) (1)
1679Hullerman miles (wehme zuständig: Nortkirchen) (1)
1679Hullerman pauper
1680Hulleren miles

Holtkamp

Spätere Anschrift: Stever Nr. 5


Größe des Hofes im Jahre 1915: rund 200 Morgen. Räumung des Hofes: Nov. 1966
Die Gebäude wurden 1967 abgebrochen. Das Hofkreuz ist erhalten geblieben.

Hof Hullermann

Quellen

(1) Schloss Nordkirchen, Werdensches Lehen. Zu diesem Zeitpunkt war es im Besitz der Familie von Morrien (Siehe auch: Schwieters, Die Bauernhöfe des östlichen Theiles des Kreises Lüdinghausen, Münster 1888, S. 379; Angabe: 1697).

Heinrich und Antoinette Hullermann

Heinrich und Antoinette Hullermann
Die Familie Hullermann zog Ende 1925 nach Emsdetten, Hollingen Nr. 22

Familie Hullermann

Die Aufnahme entstand noch auf dem Hof in Hullern.

 

Hullern - Nr. 6Heuer (im / in Holtz)

Eintragungen in ausgewählten Schatzungsregistern / Steuerlisten des Fürstbistums Münster:

1664/65Heuer, Jorgen (Brincksitzer)
1672Heuer, Johan auschuß
1674Heuer, Johan auschuss (wehme zuständig: Sandtfurt) (1)
1679Hover
1679Heuer, miles (wehme zuständig: Sandtfurth)

Döveling gt. Heuer

Spätere Anschrift: Stever Nr. 6


Der Hof und die Ländereien wurden im Jahre 1936 von der Hibernia AG, Herne angekauft.
1938/39 Abriss und Umbau des Hofes zu einem Jagdhaus. Bau des Gutshofes „Borkenberge“.

Hof Heuer

Quellen

(1) Haus Sandfort, Olfen, Bauerschaft Vinnum.

 

Hullern - Nr. 7(„Heiers Kotten“)
Streyl (Streul) gt. Übelgönne / Üevelgünde / Übergeüer / Uebergeher (1), (2)
Vierhaus (gt. Streul)
Althoff
Westhoff

Spätere Anschrift: Stever Nr. 7


Aufgabe des Kottens im Jahre 1973 / Teilabbruch der Gebäude; Umzug der Familie Westhoff am 30.10.1974 nach Hullern (Dorf), Birkenrith 13. Hof: anschließend Sandvertrieb auf dem Gelände (Firmen Bölling und Dickerhoff).

Familie Westhoff

Quellen

(1) Der auch an anderen Orten vorkommende Name „Übelgönne“ wird häufig als „Missgunst“ ausgelegt. Vielleicht hat es wegen des Grundstückes einmal einen Streit gegeben. Eher trifft einen Zusammensetzung mit ginne (gönne, günne = gien) = jenseits zu: das am anderen Ufer (der Stever) liegende Gebiet (vergl. H. Jellinghaus, Die westf. Ortsnamen nach ihren Grundwörtern, Osnabrück 1923, S. 71).
(2) Vergl. Preußische Karte (1842).

 

Hullern - Nr. 8Streil / Streul / Streyl

Eintragungen in ausgewählten Schatzungsregistern / Steuerlisten des Fürstbistums Münster:

1498/99Israel, Johan
1534Sereyll, Johan; Sereyll, Arnt
1593Johann Sereil, Arndz sonne (1)
1630Streill (Höfner), 1 Mann, 1 Frau, 1 Schäfer
1644Sereyl
1654Johann Sereylen (07.09.1654) / (Schierle-Protokolle)
1644Streyl
1664/65Striell (Gehele Erbe)
1672Striell (geheele erbe, nicht pfandtbar, von deme ist nichts zu erzwingen)
1674Streill (wehme zuständig: St. Mauritz), Kloster St. Mauritz bei Münster
1674Striell
1679Stroill (wehme zuständig: St. Mauritz)
1680Streiell

Streyl

Spätere Anschrift: Stever Nr. 8


Der Hof bewirtschaftete 475 Morgen

Abbruch der Stallungen: 1977
Auszug der Familie: April 1983
Abbruch des Wohngebäudes: Sept. 1983

Kauf des Hofes "Gut Hamicolt" in Dülmen-Rorup (Hövel) im November 1969

Hof Streyl

Der ehemalige Hof Streyl in Hullern

Quellen

(1) Stadtarchiv Haltern, Bürgerbuch B 1, fol 11`.

Joseph und Theresia Streyl

Joseph Streyl und Theresia geb. Bernemann

 

Hullern - Nr. 9(Schulte) Biesing

Eintragungen in ausgewählten Schatzungsregistern / Steuerlisten des Fürstbistums Münster:

Vor 1379to Bessinch
1392der Hof zu Byesinch (1)
1436Hof zu Bezzynch zu Hüllern (an Gerd Morrien)
1487
(30.03.)
Joh. Schulte to Besynk (OO) Elseke, Tochter Aleken (2)
1498/99Schulte van Beysinck / Schulte Beysinck, Schulte Beysinck junior
1534de Schulte vann Besinck
1554
(06. 12)
Berndt Schulten to Beysinck (OO) Else, Sohn Herman (3)
1574Besing (4) / 1630 Beßinck (Höfner)
1644Besing
1672Bessingk (halbe erbe)
1674Bessing (wehme zuständig: Nortkirchen) (5)
1674Bosingk
1679Beysinck (wehme zuständig: Nortkirchen)
1679Beising
1680Besing

Düllmann

Bomholt (Bomhold)

Heinrich König „auf Biesings Kolonat“

Hofaufgabe im Jahre 1875
Der Hof bewirtschaftete ursprünglich ca. 500 Morgen


Neuvergabe der Haus-Nr. 9 (um 1883)

Neubau eines Hofes in der Nähe des alten Hofes Biesing

Kettelack, Joh Bernard und Kettelack, Hermann (vorher: Haus-Nr. 41)

Karte 1893/94

Ausschnitt aus der Preuß. Kartenaufnahme HK 25 NE Haltern 2358 von 1893/1895

Ein Teil des Hofes soll angeblich um 1900 abgebrannt sein.
Anschließend als Pächter: 1907 / 1908

Schraeder (Schröder?), Joseph / ["Schröder auf Kettelack"] / Pächter: Schröder, Hermann (unleserlich)

Hofaufgabe: um 1920


Neuvergabe der Haus-Nr. 9 (um 1931) im Dorf: (Lehrerwohnhaus)

Vörding, Katharina (Lehrerin), Hullern 9

Quellen

(1) Archiv Nordkirchen, Urk. 100.
(2) Archiv Nordkirchen, Urk. 891.
(3) Archiv Nordkirchen, Urk. 1548.
(4) Croysches Archiv Dülmen, Hofkammerarchiv Akte 691, Aufschreibungsbuch des Amtes Dülmen: der Tegeder zu Andrup als Einzieher des bischöflichen Zehnten bei Besing.
(5) Schloss Nordkirchen, Werdenssches Lehen; zu diesem Zeitpunkt war es im Besitz der Familie von Morrien.

 

Hullern - Nr. 10Schulte Hullern

Eintragungen in ausgewählten Schatzungsregistern / Steuerlisten des Fürstbistums Münster:

1468Schulte, Bernardus (1)
1498/99Schulte van Hulleren
1534de Schulte vann Hullerenn
1630Schultz Hullern (Höfner): 1 Mann, 1 Frau, 1 Magd, 1 Schäfer
1644Schulte
1644Schultte
1672S. Hulleren (geheele erbe)
1674Schulte Hullern (wehme zuständig: Lüdinghauss) (2)
1674Schulte Hulleren
1679Schulte zu Hullern (wehme zuständig: thumbcapitel) / geheele erbe
1680S. Hulleren

Hering

Siemann

Spätere Anschrift: Stever Nr. 10


Die Gebäude wurden nach 1967 abgebrochen.

Der alte Hof stand ursprünglich nahe der alten Kirche und wurde um 1870 in die Bauerschaft Stevern verlegt.
Die heutige Straßenbezeichnung "Am Schulten Hof" weist noch auf den alten Standort des Hofes im Dorfe hin.

Hof Schulte-Hullern

Quellen

(1) BAM, Pfarrarchiv Hullern, Register der Kirche von 1718.
(2) Burg Lüdinghausen (Stift Werdensches Lehen). Der Besitz gelangte 1509 an das Domkapitel zu Münster.